Was mich am Jahresende irritiert

Jedes Jahresende gibt es in der Beilage „Live“ des Hamburger Abendblatts eine Auflistung „Die fünf CD’s des Jahres“, „Song des Jahres“, usw. Die Beurteilungen kommen von mir völlig unbekannten Menschen mit zumeist lachenden Gesichtern. Das stört mich überhaupt nicht, dass die lächeln.

Was mich irritiert sind die von den 15 Leuten jeweils genannten fünf CD’s des Jahres. Letztes Jahr kannte ich von etwa 75 genannten CD’s drei. Da konnte ich mir auf die Schulter klopfen. Dieses Jahr kannte ich eine CD. Das Schulterklopfen fiel entsprechend kurz aus. Ich komme mir so blöd vor, wenn jemand sagt, dass seine 5 CD’s des Jahres lauten: Fiery Furnaces: „I’m Going Away“; Flight Of The Conchords: „I Told You I Was Freaky“; Tafo Bros: „Plugged in Pakistani Pops“; Lee Fields: „My World“; Tor: „Illnoize“. Alle genannt von Gereon Klug, Hanseplatte. Ich kenne weder die CD’s, noch die Interpreten, noch Herrn Klug oder Hanseplatte. Verflixt nochmal. Mein nächster Blog-Eintrag wird etwas über Lotus Notes, den Lotus Enterprise Integrator, einen SAP Connector und ein SAP GUI. Das versteht dann auch keiner.

Ich habe allerdings beim Abendblatt Online die Rubrik „CD-Review“ gefunden, dort sind viele der genannten CD’s aufgelistet (nur nicht die von Herrn Klug):
http://www.abendblatt.de/kultur-live/cd-review/

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