Duck-and-Cover

„Hallo Hans, bist du da?“
„Ja.“
„Danke für die Information. Wo bist du denn?“
„Hier unten.“
„Was machst du denn unter dem Tisch, Hans?“
„Na, was schon?“
„Du suchst nach Mikroorganismen, die das letzte Mittagessen überlebt haben?“
„Nein.“
„Du willst wissen, wie dein Tisch von unten aussieht?“
„Auch nicht. Ich teste Duck-and-Cover.“
„Du erstaunst uns immer wieder, Hans. Was ist denn Duck-and-Cover?“

„Duck-and-Cover ist ein Kinderfilm aus dem Amerika der fünfziger Jahre. Da wird Kindern von der Schildkröte ‚Bert-the-Turtle‘ beigebracht, wie man sich sinnvoll bei einer Atombombenexplosion schützt.“
„Hans? Ist alles gut bei dir?“
„Noch ja. Es sind ja noch keine Bomben gefallen, oder?“
„Warte, wir gucken mal kurz aus dem Fenster. Nein, Hans. Keine Bombe bisher.“
„Man weiß ja nie. Die werden jetzt ja ganz viele davon wegschmeißen.“
„Hans, laß uns doch bitte an deinen Gedanken teilhaben. Was heißt Duck-and-Cover, wer sind ‚Die‘ und was schmeißen sie weg?“

Duck heißt ducken, Cover meint irgendwas mit unterm Tisch oder so. ‚Die‘ sind die Amerikaner und die Russen. Und die schmeißen ja jetzt ihre Atombomben weg.“
„Hans, hälst du dich für paranoid?“
„Frag das mal lieber Bert-the-Turtle. Ich bleibe jedenfalls hier unten.“

One comment on “Duck-and-Cover

  1. schindelschwinger sagt:

    was hänschen nicht lernt, lernt hans nimmermehr…

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