Hamlet kann mich mal

Hubert, der wenig freundliche Kleingartenbesitzer aus der Kolonie „Schöne Freiheit 1954“, hasste die Blumen in Nachbars Garten, Kinder und Hunde. Sein Lieblingsspruch war: „Hamlet kann mich mal!“ Hamlet, eine vierjährige, grobschlächtige und sehr häßliche Bulldogge, gehörte dem Vorsitzenden der Gartenkolonie. Kleine und große Geschäfte erledigte Hamlet mit Vorliebe in Huberts Garten.

Hubert hatte in Bezug auf Hunde ähnliche Ansichten wie W.C. Fields, der berühmte amerikanische Filmkomödiant. Hubert sah auch genauso aus wie W.C. Fields, der neben Hunden und Kindern auch Frauen und Bankiers aus Herzenslust hasste. Hubert dachte tatsächlich manchmal, er sei W.C. Fields.

Wenn Hubert versuchte, Hamlet durch eine mit Scherben versetzte Teewurst um die Ecke zu bringen, was ihm nicht gelang: Hamlet fraß die Teewurst zähneknirschend und liebevoll schmerzfrei, dann war er nicht W.C. Fields. Er besaß auch nicht dessen spezifischen Humor. Hubert war ganz und gar nicht witzig, W.C. Fields schon.

Abends, wenn Hubert alleine in seinem Schrebergartenhäuschen saß, weil alle anderen beim Vereinshäuschen einen Grillabend feierten, zählte Hubert die Witze auf, die er kannte. In der Regel kannte er drei, manchmal auch vier. Die fasste er sich dann kurz zusammen. Einen solch amüsanten Abend beschloss Hubert immer mit seinem Lieblingsspruch: „Hamlet kann mich mal!“ Während er das sagte, schüttelte er wütend seine geballte Faust in Richtung Vereinshäuschen und den Rest der Welt, der irgendwo da hinten sein musste.

Soweit bekannt ist, hat W.C. Fields nur Witze erzählt, wenn auch jemand zuhörte.

One comment on “Hamlet kann mich mal

  1. schindelschwinger sagt:

    ggsseeiin..oder nicht gaage, mannoo:

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