Hula-Hoop

“Hallo Hans. Wir haben gehört, dass Du jetzt regelmäßig Übungen machst.”
“Darüber will ich nicht sprechen.”
“Ach, Hans, sei doch nicht so. Es ist immer so witzig mit Dir.”
“Ich habe dahinten keine Muskeln.”
“Wo dahinten, Hans? Bitte etwas genauer.”
“Den ganzen Rücken von unten bis oben. Keine Muskeln. Und deshalb muss ich üben.”
“Was übst Du denn, Hans. Klarinette?”
“Sehr witzig. Ich habe mir einen Hup-Reifen gekauft und shake mich.”
“Du hupst und shakest?”
“Ok. Das könnt ihr sehen, wie ihr wollt. Ich jedenfalls nehme diesen Reifen, streife ihn über meine ehemals exzellente Figur und wackel wie das Michelin-Männchen vor und zurück. Dabei gebe ich eventuell Geräusche von mir, die unbedarfte Nachbarn als ‘Rum-Hupen’ interpretieren könnten.”
“Entschuldigung, Hans, wir wollten Dir nicht zu Nahe treten. Und hörst Du auch Musik dabei?”
“Warum denn Musik?”
“Die bringt die Seele zum Baumeln.”
“Nee, sowas mach ich nicht. Ich lasse da gar nichts baumeln. Ich shake und hupe.”
“Sehr schön, Hans. Wir waren doch schon etwas irritiert. Und? Machst Du noch weitere Übungen?”
“Ich mach’ das U, den Seitenstrangstrecker, imitierte Sit-Ups und das Doppelkinn.”
“Super. Wir sind jetzt regelrecht begeistert. Zeig doch mal das Doppelkinn. Mann, Hans. Das ist wirklich klasse.”
“Ich hab’ noch gar nicht angefangen.”
“Oh. Sorry.
“So, jetzt. Das ist das Doppelkinn. Gut, oder?”
“Mhm.”
“Das U.”
“Das sieht jetzt aber bedenklich aus, Hans. Pass bloß auf.”
“Seitenstrangstrecker.”
“Der erinnert irgendwie an ein überfahrenes Reh, Hans. Bist Du sicher dass man das so macht?”
“Die, uff, imitierten, uff, uff, Sit-Ups.”
“Da hast Du Recht, Hans. Die sehen wirklich so ähnlich aus, wie man sich Sit-Ups vorstellt.”
“Und zum Schluss, ich kann nämlich kaum noch, meine Lieblingsübung: Der gebärende Schwan.”
“Tschüs, Hans. Wir müssen jetzt gerade sehr schnell weg.”

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