Gartenlyrik

Beim Birnbaum von diesem Herrn im Havelland,
der Hans irritiert im Garten stand.
Ihm wollte partout nicht in den Sinn,
wo komm ich her, wo soll ich hin?

Ein Wurm dort drüben links im Garten
wollte nicht auf den Spaten warten.
Schob sich und sein Gekröse
durch den Garten mit Getöse.

Welch ein Singen, welch ein Zirpen!
Drosseln, die durch den Garten schwirpen!
Schwirpen? Was ist das denn?

Das Gedicht vom Birnbaum hatte Hans längst vergessen,
am besten wäre jetzt was zum Essen.
Da sprach der alte Herr Fontane,
ein Stückchen Kuchen? Vielleicht mit Sahne?

Später kam eine goldene Gans vorbei,
und legte dem Hans ein Ei oder zwei.
Du hast hier so herumgelungert,
sahst aus, als seist du schon verhungert.

Zum Schluss guckte neben der Gartenhecke
der zweigeteilte Wurm um die Ecke.
Er kannte nun den Sinn des Lebens:
Vor Spaten flüchten ist vergebens.

Nicht Gereimtes:
Begrabt mein Herz beim Birnbaum
oder neben dem Birnbaum.
Von mir aus auch dahinter oder davor.
Hauptsache ihr lasst es nicht irgendwo herumliegen.

2 comments on “Gartenlyrik

  1. handtaschenfurz sagt:

    Ja, es ist schon verwunderlich, was für Gedanken einem so unter Kohlenhydratentzug durch das Hirn wabern… ich wär da für ein Stück Sahnetorte!

  2. Kay Hüttner sagt:

    Birnen! Ich esse nur noch Birnen!

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