Mann wie ein Kissen

Mein Mann ist ja mittlerweile wie ein Kissen, wissen Sie.
Nein, wirklich? Das höre ich jetzt zum ersten Mal.
Doch, wenn ich das sage. Er sieht ja auch schon so aus.
Wie jetzt?
Wie ein Kissen. Überall weich und an jeder Ecke diese Zipfel.
Welche Zipfel?
Kissenzipfel. Immer muss man aufpassen, dass man ihm nicht auf die Zipfel tritt. Liebling, meint er dann etwas echauffiert, bitte sei vorsichtig, Du hast mir schon wieder auf einen Zipfel getreten. Welchen denn? frage ich zurück. Na, den rechts unten. So geht das den ganzen Tag. Zipfel hier und Zipfel da.
Was macht Ihr Mann denn beruflich so?
Der arbeitet in der Versicherungsbranche.
Ach? Und da sind die Zipfel hilfreich?
Ich glaube, er unterschreibt Verträge mit einem Kissenzipfel, aber sonst wüsste ich jetzt nicht.
Und ist Ihr Mann eher ein dickes oder ein dünnes Kissen?
Dünn. Mein Mann ist ein so dünnes Kissen, dass man manchmal denkt, er sei gar keins. Aber dann sieht man wieder die Zipfel an den Ecken und weiß Bescheid. Die wackeln ja auch manchmal, die Zipfel. Das sieht dann ziemlich albern aus.
Ich stelle mir gerade vor, wie Ihr Mann eine Bank überfällt.
Wie das denn?
Obacht! Dies ist ein Überfall. Es sind vier Zipfel auf Sie gerichtet. Packen Sie alles Geld in den Kissenbezug.
Oh, so was würde der nie machen. Mein Mann hat da ja Sparverträge. Da würde er sich ja selbst ausrauben. Kicher. Kicher.
Darf’s sonst noch etwas sein?
Mettenden. Haben Sie Mettenden? Die isst mein Mann doch so gern.
Mettenden sind aus. Aber einen Zipfel Leberwurst, der wäre noch da.

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