Herbstn

Im glühend trüben Morgengraun
aus verklebten Augen den Tag anschaun,
über den Holstenplatz hastet ein Pudel.

Die S-Bahn quietscht, der Pudel furzt,
es ist des Herbstn’s früher gnurz,
ein Lamm fällt dort vom Baum.

Ein Trunkenbold die Arme hebt,
wedelt, schreit: Das Lamm, es lebt!

Die Blätter welken vor sich hin.
Ergibt das irgendeinen Sinn?

Du, Günter?
Ja, Gisela?
Was soll denn das mit dem Pudel?
Der? Nichts weiter. Der lief da so längs.
Ach.

3 comments on “Herbstn

  1. pii sagt:

    das Schmunzeln geht gar nicht weg aus meinem Gesicht !!
    Gut zu lesen, dass alles beim Alten ist am Holstenplatz – Pudel furzen, Lämmer fallen und Günter&Gisela kriegen die Klüsen nich‘ auf.
    (denk bloss nicht ich lese nicht, nur weil ich luftlinienmässig15850,894 km weit weg bin)

  2. Kay Hüttner sagt:

    Oh, pii! Schön von dir zu hören, ich hoffe, es ist alles gut im weit enfernten Lande A… Grüße vom Günter…

  3. schindelschwinger sagt:

    das ist ja mal wieder ein schönes hirngespinst, günther..

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