Wärest du bereit?

Wärest du eventuell, falls die Umstände es erlaubten, sobald mein Vater und dein Vater und meine Mutter und die deinige sich einigen und die entsprechende finanzielle Unterstützung zur Verfügung stellen, wärest du dann willens, dich mit mir, ich spreche da jetzt nur von uns beiden, dich mit mir zu einer gemeinsamen Zukunft, und ich bringe an dieser Stelle mit Zuversicht das Wort „rosig“ zur Sprache, zu einer Zukunft zu verbinden, die enger nicht sein kann zwischen zwei Menschen, die sich lieben und achten, ja, ich versteige mich dazu zu behaupten: die sich mögen, die sich, ähem, wie zwei Piraten, ach, was sage ich, drei oder fünfzehn Piraten, eine regelrechte Piratengroßfamilie, durchs Leben schlagen werden, gemeinsam, vereint, Hand in Hand, du weißt schon was ich meine…
Oh, Günter…
Moment, da kommt noch mehr…
Oh, Günter…
So wie wir uns das vorgestellt haben, du und ich, wir beide, auf einer Trauminsel, auf dem Weg hinunter ans Wasser im Sonnenuntergang, Palmen, weißer Sandstrand, deine Mutter…
Oh, Günter…
…dein Vater, die Geschwister, Onkel, Tanten, Nichten und Neffen, hinter und neben uns und um uns herum, während wir beide uns die Zusage geben, die Bestätigung, dieses einzige wahre Wort der Liebe: Ja, ich will!
Oh, Günter…
Willst du mich heiraten, äh, Cynthia?
Äh, Günter…
Was zögerst du mein Liebling? Ich bin’s, dein Einziger, dein Immerwährender, dein Liebling…
Du kannst mich in solchen Momenten ruhig Gisela nennen, das ist kein Problem, das macht gar nichts.
Ach?
Und wer ist eigentlich diese Cynthia? Und kommen deine Eltern auch mit? Was soll das denn kosten? Und überhaupt, was verstehst du den unter einer rosigen Zukunft…

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