The Loch.

Ich bin Künstler und angelegentlich meiner Geburt wurde das erste Schwarze Loch entdeckt. Das war derselbe Tag, an dem Andy Warhol verschwand. Ich glaube deshalb an Seelenwanderung und universale Zusammenhänge. Ich fühle, was Andy gedacht hat und uns eigentlich mitteilen wollte. Diese Gedanken sind das Pfund mit dem ich wuchere.  Manche nennen mich unergründlich. Ich selbst möchte lieber mit meinem Künstlernamen angesprochen werden: The Loch.

Wenn ich will, kann man mich nicht sehen, hören, schmecken oder riechen. Ich kann atmen ohne CO2 auszustoßen, das heißt, ich lebe nachhaltig, klimaneutral und kann bedenkenlos in einer Biotonne entsorgt werden.
Im Grunde bin ich wie eine Raufasertapete. Man fühlt mich, kann mich aber nicht fassen.
Ich beherrsche Fango und Spagat.

Ich bin mehr Wert als die Summe meiner Teile. Für mein rechtes Knie zum Beispiel würde ich keinen Pfifferling bekommen.
Ich rette gerne Menschen, zum Beispiel Ai WeiWei.

Ich stehe für Freiheit, Gelassenheit und Mut zur Lücke. Ich baue Ikea-Regale zusammen wie andere Brücken oder Hochhäuser.
Ich kann meinen Arm von vorne über den Kopf auf den Rücken legen und mich an der Kniekehle kratzen. Im Grunde bin ich ein sehr kurzer Mensch mit langen Armen.

Ja, Hans, äh. Vielen Dank jetzt für diese Zusammenfassung deiner Stimmungslage. The Loch? Wie kommst du nur auf so was?

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