Der neue Gott.

Hallo! Ich bin dann mal der Neue hier. In meinen Fußspuren wachsen Gänseblümchen, Löwenzahn und Rosen, falls du das nicht wusstest. Ich atme Kummer ein und Glück aus, ich niese niemals und wenn ich jemandem diesen Finger an die Stirn halte, wird er augenblicklich ein freundlicherer, gesünderer Mensch.
Ich liebe alles und jeden, auch Schaben und Mäusekötel. Ich dufte nach frisch gemähtem Gras und wenn mir jemand begegnet, der mich nicht kennt, nicke ich aufmunternd und sage: Hallo, hallo! Was haben Sie für ein wunderschönes Gesicht! Oder, falls das mit dem Gesicht gerade mal nicht passt, verschenke ich kleine Päckchen mit Leckereien wie Teewurst, Senfgurken von Oma oder selbstgetrocknete Apfelchips.
Ich habe an den Seiten meiner Füße kleine Flügel, und wenn ich möchte, schwebe ich leise summend vor mich hin. Ich kann durch Mauern gucken, das Alter von Lebkuchen am Geschmack erkennen und weiß, wo Hase und Igel so tun, als würden sie sich nicht grüßen.
Ich habe ein schlichtes Gemüt, weiß aber im Prinzip alles über Kunst, gewaltlosen Widerstand und in welcher Reihenfolge Buntwäsche am besten gewaschen wird. Ich bin ein total superguter Unterhalter.
Ich könnte einen Sturm loslassen, wenn ich wollte, oder ein Rudel Wölfe. Ich kann eine Liste von hundert vollkommen überflüssigen Dingen zusammenstellen. Und das Beste zum Schluss: Ich lächle immer.

Was sagst du dazu, Gisela?
Günter. Danke, dass es dich gibt.
Bitte.

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