Life on Mars.

Seit ich mit offenen Augen durchs Leben gehe, sehe ich Dinge, die andere nie sehen würden, zum Beispiel habe ich gestern bei einem Blick durch mein Teleskop Leben auf dem Mars entdeckt. Zuerst war es nur ein Lichtreflex, vielleicht eine Irritation der Augen, dachte ich, eine Täuschung, auf dem Mars gibt es kein Leben, nie und nimmer. Aber, ich muss es so sagen, es war etwas zu sehen, ganz deutlich. Gut, werden Sie jetzt sagen, er spinnt. Von mir aus, erwidere ich ganz sachlich, auf der sachlich-zwischenmenschlichen Ebene sozusagen, aber, und ich zeige es Ihnen gerne, das ist eindeutig etwas Lebendiges. Gut, werden Sie jetzt ergänzen, er hat einen Hackenschuss, hatte er ja schon immer. Nein, lehne ich entschieden ab, das, was Sie da sehen, ist ein Wesen, jawohl, ein Wesen, das aussieht wie, na, sagen wir mal, eine Maus, die auf einer Ecke Camembert durch die Wüste reitet, äh, ja genau, Maus mit Camembert. Wie groß die Maus ist? Na, ich würde sagen, sie ist ungefähr so groß wie eine normal gewachsene Marsmaus, oder? Wohin sie reitet, wollen Sie wissen? Ganz klar erkennbar, finde ich, in die Hauptstadt der Marsmäuse nach Marsmaushausen, wie man auf dem Ortsschild deutlich lesen kann. Ach, warum ich plötzlich marisanisch lesen kann? Wenn schon: Mausmarsianisch, bitte, schließlich wohnen da noch andere. Und wenn Sie’s wissen wollen: Ich sag jetzt gar nichts mehr. Ich flieg da jetzt hin. Mit Käse. Und wenn Sie in einer Woche oder so bitte durch mein Teleskop gucken wollen, dann winke ich Ihnen von da oben zu, zusammen mit einer Marsmaus. Oder so.

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