Fix. Detektiv. 06. Spuren. Schluss.

Klar und übersichtlich ergrübelte Fix schließlich ein Verbrechen aus Leidenschaft: Der Indianer Kotopax, voll leidenschaftlicher Eifersucht auf den Hund der Lola Montez (denn Lola liebte den Hund mehr als ihn), will diesen töten und kann es nicht. Stattdessen hängt er den Hund zum Trocknen an eine Wäscheleine. Leidenschaftlicher als das geht ja gar nicht, dachte Fix.

Als Fix am nächsten Tag auf der alljährlichen Spendengala für südamerikanische Indianervölker dem Indianer Kotopax gegenüberstand, erkannte er sofort, dass dieser keine Tellerlippe hatte. Und zur Eifersucht auf einen Hund gab es auch keinen Grund, denn Kotopax sah aus wie die bolivianische Ausgabe eines supererfolgreichen amerikanischen Schauspielers, dessen Name Fix verdammt noch mal nicht einfiel. Außerdem war Kotopax total nett und voll in Ordnung.

Fix musste mitten in der Nacht zur Toilette. Das wollte er zwar nicht, aber er tat es trotzdem.

Am Morgen des letzten Tages seines ersten Falls erfuhr Fix, dass Lola Montez die Stadt verlassen hatte. Zusammen mit dem Chef der Firma in der Fix Buchhalter war. Ohne den Hund. Mist.
Dieses Biest Lola Montez hatte ihn mit einer nicht vorhandenen Hundeentführungserpressung beschäftigt, damit er nicht bemerkte, wie sein Chef die Konten der Firma plünderte. So einfach war das. Der ganze Fall war eine Erfindung.

Fix ging raus vor die Tür und brüllte so laut er konnte: Mphft!? Vor ihm saß Peggy Sue, Lola Montez vermeintlich wäscheleinengetrocknete Foxterrier-Basset-Mischung mit so was von original Basset-Ohren, originaler geht nicht. Fix nickte. Er hatte einen Hund.

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