Hamburg. Schlump.

Schlump ist die U-Bahn-Station am, äh, Schlump. Oh, du mein Schlump. Jemand, der dort einsteigt, geht nicht in die Hölle, sondern in den Schlump. Wem dort schlecht ist, dem wird schlumpig. Wer mal müssen müsste, muss woanders Schlumpen. Wer im Imbiss an der Ecke Pommes Mayo bestellt, bekommt Schlumpe. Schlump ist die Warze auf der Nase Hamburgs. Schlump ist der Wurmfortsatz Eimsbüttels und Eimsbüttel ist ja sowieso, allein schon wegen des Namens. Willst du nach Eimsbüttel, nimmst du am besten die U3 zum Schlump. Was ist ein Schlump? Und was ist ein Büttel? Ein Eims?

Neulich gingen ein kleiner und ein großer Schlump zum Schlump. Plötzlich entdeckte der kleine Schlump inmitten dieser Ansammlung von Teer, Beton, Gehwegplatten und Füßen eine Blume. Oh, eine Schlumpe, sagte der kleine Schlump, und freute sich ein Loch ab. Das ist eine Blume, antwortete der große Schlump sehr sachlich. Blume? Eine Blume? Was ist eine Blume? Das ist eine Schlumpe! Ok, das ist eine Schlumpe.

„Ich lass mich nicht schlumpen“ bedeutet nichts weiter, da es das Wort „schlumpen“ gar nicht gibt.

Schlump ist neben Bottrop meine Lieblingsortsbezeichnung. Wohnte ich nicht hier, wo ich wohne, wohnte ich am Schlump.

One comment on “Hamburg. Schlump.

  1. schindelschwinger sagt:

    genau! und büke der bäcker das brot mit mehr sorgfalt, verdürbe es nicht so schnell!

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