Kurzes Theaterstück.

Eine Bühne ohne Bühnenbild mit Blick in den Technikbereich. Dort sitzt der Bühnenmeister und liest eine Zeitung. Aufgeführt wird eine Farce. Oder eine Tarte? Oder eine experimentelle freie Assoziation. Oder so.

Von links tritt auf der Hypochonder: Hallo Hallo Hallo! Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion.
Von hinten der Bühnenmeister (verdutzt): Ich auch!
Von rechts kommend die Frau des Bühnenmeisters: Mein Mann ist nämlich zuständig für die Notstromprobe.
Von oben schwebt die Tochter des Bühnenmeisters herab (falls die Technik das hergibt, ansonsten könnte sie auch einfach von oben auf die Bühne plumpsen): Ich bin gegen Notstromproben. Und Atomstrommonopole.
Die zweite, dritte und vierte Tochter des Bühnenmeisters (also insgesamt drei Töchter, plus der gerade herabgeschwebten, macht vier Töchter) bilden einen Chor: Wir sind gegen Hundehaare auf hellen Haushaltsschürzen.
Der Bühnenmeister von hinten zu seiner Frau: Liebling, ich glaube, die Milch kocht über.
Die Frau des Bühnenmeisters fällt in Ohnmacht. Die vier Töchter beugen sich über sie und beginnen eine Jammerei: Oh weh! Die Muttr, die Muttr! Siestgarohnmächtig! WieniederträchtigistdasLeben.
Der erste Schauspieler tritt auf: Was ist denn hier los? Hat die Probe schon begonnen?
Oh weh! Oh weh! Die Muttr. Die Muttr.
Die Milch. Die Milch.
Schilddrüse. Schilddrüse.
Der zweite Schauspieler tritt auf und gleich wieder ab.
Der Regisseur tritt vor das Publikum und erklärt das Ganze für ein großes Missverständnis: Sorry auch.
Der erste Schauspieler: Buhuhu!
Von hinten: Die Milch. Die Milch.
Der Chor der klagenden Töchter: Die Muttr. Muttr.
Der Hypochonder: Mumps! Ich habe Mumps!

Vorhang.

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