16 Momente der Schwerelosigkeit.

An einem dieser unsinnigen Montagmorgen bin ich enttäuscht und schwerelos von der Badezimmerwaage gefallen. Ich war schwerelos, als ich feststellte, dass ich nicht Superman bin (und auch nicht Catwoman). Und als ich feststellte, dass ich eigentlich vom Mars komme und dort als Fructoman die Gesellschaft vor Eintagsfliegen beschütze, war ich auch schwerelos. Als ich Roger war, der Mann ohne Gelenke, und mich im Kleinkunstverein Buxtehude durch einen Tennisschläger quetschte, war ich schwerelos. Als ich mich schwarz anmalte weil Obama Präsident geworden war, da auch. Als ich es einmal geschafft hatte in der S-Bahn von der Sternschanze bis zum Dammtor durchgehend geräuschlos zu pupsen, da war ich schwerelos. Als ich behauptete, ich sei eine Miesmuschel und alle unbedingt mein Mies sehen wollten. Als ich einer Gruppe nach Karottenpüree riechender Kikakinder erklärte, was die Welt wirklich über Karottenpüree denkt. Als ich eines Morgens als rotgesichtiger Hulk aufwachte und der Arzt meinte, das sei keine Grippe. Als ich ihm die Meinung sagte. Als ich mich in einer meditativen Phase in die Denkstrukturen eines trockenen Stücks Brot versetzte und da nicht wieder herausfand. Als ich feststellte, dass alle lügen. Als ich feststellte, dass ich wie die anderen bin. Als die anderen das auch feststellten. Als die Welt so war wie sie ist. Da war ich schwerelos.

Und als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond behüpfte, da hüpfte ich mit ihm.

One comment on “16 Momente der Schwerelosigkeit.

  1. schindelschwinger sagt:

    ..ich wünschte auch manchmal, ich wäre schwerelos. dann könnte ich dem reiseverkehr an sich wie eine gasblase entfleuchen.

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