Frühjahr.

Einmal, an einem frühen grauen Tag im Jahr, saß Lord Conroy Darbow Earthmyst III. (der berühmte Indianer) mit seinem jungen Freund Johnny Puhvogel am Lagerfeuer und wärmte seine steifen Hände, indem er sie abwechselnd zum Feuer hielt, anhauchte oder in einen Eimer warmen Urin tauchte (eine angenehme und wirksame Unart).  Außerdem übte er sich in Frühjahrsüberdrüssigkeit, einer Tätigkeit, die viel Geduld und ein gutes Gefühl für Schimpfwörter erfordert.

Lord Conroy erklärte Johnny Puhvogel gerade, wie er die Sache mit dem ständig milchgrau verhangenen Himmel sah, und schimpfte dann ausführlich über das Brennen in den Augen, welches feuchtes Feuerholz im Innern eines Zeltes hervorruft, wenn die Frau auswärts unterwegs und der Mann auf sich gestellt das Essen zubereiten muss. In all den vergangenen Frühjahren des letzten Jahrzehnts hatte seine Frau ihn abends mit den Worten zurück gelassen: Liebling, ich gehe jetzt zu Annemaries Tupperparty, das Essen findest du rechts hinten im Zelt.
Lord Conroy galt als großer Krieger und für einen solchen konnte rechts hinten in einem dunklen runden Tipi alles und nichts bedeuten, und Essen finden gehörte, so dachte er sich das, nicht zu seinen Aufgaben. Spurensuche ja, Essensuche nein. Entsprechend schlecht war seine Laune.

Lord Conroy und Johnny Puhvogel saßen also an diesem deprimierenden Frühjahrstag am Feuer, froren, hungerten und hingen ihren Gedanken nach, als Johnny Puhvogel den weisen Lord Conroy fragte, ob es jemals wieder wärmer werden würde oder ob er sich besser jetzt schon nach einer Frau umsah (Johnny war zwanzig, Lord Conroy dreiundsiebzig). Lord Conroy antwortete nach langem hin und her, das könne man so oder so halten, das eine wie das andere habe Vor- und Nachteile. Woraufhin Johnny Puhvogel nickte und meinte, das hätte er sich auch schon gedacht. Lord Conroy ergänzte, am besten lasse man den Dingen ihren Lauf und versuche niemals, die Gedanken einer Frau zu verstehen. Seine hatte das Essen doch tatsächlich hinten im Zelt vergraben, ver-gra-ben!, das muss man sich mal vorstellen, in einer Tupperdose.

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