Das Portrait.

Das Ende der Geschichte war, dass ich morgens die große Wandelhallentreppe (eine allerwuchtigst geschwungene Treppe aus Jugendstil) herunterstürztete, mir den Steiß staß und das Portrait eines Ahnen anlugte, genau des Ahnenden, dem ich abends zuvor unterstellt hatte, er sähe aus wie ein, aber das spielt keine Rolle mehr.

Als meine Tante mich zuvorderst des Ahnenbildes fand (ich blieb so lange liegen wie möglich), enterbtete sie mich nicht und versprach, mich auch zukünftig nicht zu entbehren (ich erbe, du erbenest, er entbernd). Ich erklärtätä den hundertjährigen Familienfrieden für wiedähägäställt (newgerman: wieder her gestellt), mit rückwirkender Wirkung von neunundneunzigkommaneunperiode Jahren (also bis gerade eben) und verkündete am Frühstückstüsch (da sind sie wieder: die drei ü) meine Bereitschaft zur Erbfolge: Ja, ich will das Erbe! Ja, ich will jetzte eine Schnapse, abär sofor’d.

Das von mir gefährtigte Portrait (sprich ohne t, also Porräh), das dann an dem schon erwähnten Ahnen hängenblieb (auf jeden Fall hing es über ihm seins), sah aus wie die mit Tusche verschwuschelte Tomatendose von Warhol (der Andy, der). Tante starb kurz vor der Fertigstellung des Kunstwurks und vermachte mir den Ahnen samt Schloss und viel viel Gold.

Den Gästen auf meinem Schloss erkläre ich immer, lieber eine Dose mit Schloss und Gold als nix. Und so einen Ahnen, der aussah wie ein, äh, aber dazu kam ich nie.

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