Longfellow. Olympia 1972.

1972 wurde Longfellow zum Maskottchen der Olympische Spiele in München: Waldi. Er musste mit hellblauem Kopf und buntgeringeltem Körper ein netter Dackel sein. Longfellow überkam zeitweilig der Wunsch, sich selbst oder andere zu erwürgen. Er tat es dann nicht, sondern heiratete Melinda, seine zweite Frau. Melindas beste Freundin heiratete übrigens einen schwedischen König. Sie hieß Sylvia, er Carl Gustav.

Die Spiele von München eröffnete Longfellow im Olympiastadion mit den Worten: Ich bin ein Dackel und keine Wurst.

Bei den Spielen sollte Longfellow eigentlich als Rocketdackel im Raketenanzug ins Stadion einschweben. Der Wind, der ewige Wind, verwehte ihn bis nach Hollywood, wo er dann erst 1984 bei den Spielen von Los Angeles wieder landete.

Vierzig Jahre nach den Spielen von München lief Longfellow für zwei Wochen mit einem Remember-Mark-Spitz-Schnauzbart herum. (Mark Spitz gewann 1972 sieben Goldmedaillen im Schwimmen, erst 2012 gewann Michael Phelps ohne Bart acht.)

Ulrike Meyfarth sprang 1972 mit 1,92 Meter zur Goldmedaille, Longfellow hopste in seinem ganzem Leben zusammen genommen höchstens 5 Zentimeter. Dafür war er ein begnadeter Tunnelgräber. Tunnelgraben ist leider keine olympische Disziplin.

 

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