Salzstangen.

Seit neuestem knabbere ich Salzstangen und höre diese kafkaesk vertonte, symbolistisch angehauchte Lyrik eines walisischen Singer Songwriters mit einer Attitüde für den jungen Leonard Cohen, den jungen Art Garfunkel und den alten Johnny Cash. Ich gnurpse an meinen Salzstangen herum, bis sie sich vor Feuchtigkeit biegen und wie leicht gesalzene Tempotaschentücher schmecken. Ich gnapse die Salzstangenspitzen wie früher die Radiergummienden von sechseckigen Bleistiften und kommuniziere mit der Aussenwelt über gekreuzt gehaltene Salzstangentüten, während der walisische Singer Songwriter im Hintergrund Geräusche absondert, die sich anhören wie ein Skunk stinkt. Irgendwann gehe ich zum Arzt, erkläre ihm die Situation und frage energisch nach, ob Diät immer etwas von Wahnsinn und Verfolgungswahn an sich haben muss, was der Arzt, ein fanatisch immer dünner werdender Mann, sofort uneingeschränkt bejaht. Ich bejahe ihm eine zurück und gehe dahin, wo die anonymen Diätwilligen sich treffen, wenn nichts mehr geht: Hallo, ich bin der Hans und habe Hunger. Ach, Hans? Eine Curry-Pommes-Schranke wie immer?

Danke, Hans. Wir wussten das nicht. Wir hatten ja keine Ahnung. Alles Gute für die Zukunft.

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