Kategorie-Archiv: Science Fiction

Marsmaushausen.

In Marsmaushausen, das vorwiegend von Mäusen bewohnt wird, lebte es sich weitaus angenehmer als in den Marswüsten. Während man in den Wüsten als Marsmaus an Käsemangel eingeht, trifft man sich in Marsmaushausen an Käseecken und diskutiert über mögliche Erdinvasionen. In der Wüste fristet nur die gemeine Wüstenmarsmaus ein käseabstinentes, würdeloses Dasein.

Innerstädtische Marsmäuse haben Gehirne, die sich je nach Tageszeit aufblähen oder mimosenhaft zu kleinen Knäueln zusammenziehen. Mit großen Gehirnen planen sie Überfälle auf die Erde, mit kleinen Gehirnen suchen sie nach verloren geglaubten Dingen, meistens nach Lesebrillen oder Kleiderbügeln.

Im Zentrum von Marsmaushausen liegt ein Kino. Dort werden nur Filme gezeigt, die Marsmäuse positiv darstellen und in denen es ihnen immer gelingt, die Erde zu erobern. Der einzige Film, der sich jemals kritisch mit diesen Erdinvasionen auseinandersetzte, wurde schon während der ersten Vorstellung von aufgebrachten Marsmäusen verbrannt (genau wie das Kino). Im Film wurde behauptet, die Bewohner der Erde seien im Prinzip wie Mäuse, nur etwas größer.

Der Präsident von Marsmaushausen ist Robert Megamaus III. Seine Aufgabe sieht er darin, andere für sich husten zu lassen. Seine Frau, die sich nach einer berühmten Käsesorte “Siglinde” nennt, kann die Geräusche der nächtlichen Wüste nachahmen. Damit erschreckt sie regelmäßig ihren Mann, der daraufhin jemand anderen für sich husten lässt.

Marsmaushausen unterscheidet sich in nichts zum Beispiel von Bottrop. Außer, dass es eben auf dem Mars liegt.