Balance.

Ich versuche, meinen Ellbogen so nach oben zu drücken, dass ich ihn, wenn ich müsste, küssen könnte, während meine Hand einen meiner Füße langsam von hinten über den Rücken hoch zum Kopf zieht. Ich wippe locker mit meinem Standbein auf und ab, das Kniegelenk dabei leicht rheumatisch angewinkelt durchgestreckt. Mein Blick geht versuchsweise arrogant ins Nirgendwo, während ich auf einem Brett stehe, welches auf dem Kopf eines Elefanten von einem Nasenbär so ausbalanciert wird, dass auf der gegenüberliegenden Seite eine Familie Erdmännchen eine Gruppe Synchronschwimmerinnen in Badeanzug und Flitterflatter imitieren kann. Es ist schwer vorstellbar, aber unter dem Elefanten fährt unser Biogemüselieferant auf seiner Mofa eine Steigung freihändig herauf, die andere nicht mal rückwärts sitzend geschoben in einer Schubkarre geschafft hätten. Mit dem linken Vorderfuß dribbelt er eine Kiste Karotten den Berg hoch, rechter Hand schwenkt er die Fahne eines drittklassigen indischen Cricketclubs, hinten spielt er mit einem der Elefantenfüße Doktor Bibber. Ein Bein des Elefanten verleiht durch seine kreisenden Bewegungen einem regenbogenfarbenen Hulahoopreifen Schwung und damit diesem undurchsichtigen Ganzen eine Anmutung vom Glanz einer untergegangenen Epoche der Wunder und Übertreibungen. Vorne am Elefanten hängt übrigens diese Frau von Pink Nails, feilt ihm die Zehennägel und verziert sie mit bunten Strasssteinen. Neben ihr schwingt ihr Mann den Rest der Familie in einem überdimensionierten Kleiderbügel sitzend vor und zurück. Der Mann hält eine Papiertüte, die den Esel, der sich an den linken Elfenbeinzahn des Elefanten klammert, am hyperventilieren hindern soll. Während ich mich an den Gedanken gewöhne, Teil einer außerordentlichen Performance zu sein, verirre ich mich langsam in dieser Ansammlung von Unmöglichkeiten. Ein zufällig vorbeieilender Schamottesammler, was auch immer das sein mag, ein Schamottesammler, deutet mit einem Kopschütteln an, dass ich insgesamt den Eindruck erwecke, als hätte ich mein Leben nicht im Griff. Ich nicke und stimme ihm von Herzen zu. Einer dieser seltsamen Filme fällt mir ein, vielleicht von Jaques Tati oder Frederico Fellini.

Hund.

Mein Leben als Hund begann an dem Tag, an dem Kafkas Gregor Samsa als Ungeziefer aufwachte. Genauer gesagt, Gregor wurde Käfer, ich Cockerspaniel. Gut, dachte ich mir, Gregor wäre auch lieber Hummel oder Glühwürmchen geworden, zumindest hätte ich das gewollt, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre, aber Cockerspaniel? Ohren wie eine Mädchenfrisur aus den Fünfzigern, die Beine eines höher gelegten Dackels und ein Image wie aus der Waschmittelwerbung. Ach wie niedlich, ach wie süß, Sie wissen schon, wehende Haare im Zeitlupenwind auf dem Weg zu Frauchen, ein totes Frettchen im sabbernden Hundemaul, äh. Kämmen! Man wird dauernd gekämmt, weil sich Kletten und Zecken am Fell festtackern oder Äste, Wurzeln, Hagebutten und Rosenzweige ohne mich nicht mehr leben wollen. Ich hasse das. Ich hasse mein Hundeleben! Wenn es einen Gott der unheimlichen Verwandlungen gibt: Beim nächsten Mal wäre ich gerne eine Currywurst.

Berührung.

Früher dachte ich, Berührung käme von berührt sein, zum Beispiel vom Anblick einer, äh, Maus oder so. Maus passt eigentlich nicht ganz, ich denke da eher an etwas pelzartig Handschmeichlerisches, den behaarten Körper einer handtellergroßen, in Taiwan oder Südkorea gefertigten Plastikriesenspinne mit Echtkurzhaarimitatborsten, was zum Anfassen eben, das, wenn man sich denn getraut, bei Berührung berührt, unangenehm, aber gefühlt einer wirklichen Spinne sehr ähnlich. Genau das kam mir in den Sinn, als eben diese eine bestimmte Spinne über meine Bettdecke juckelte und an die Panik gemahnte, die mich beim Anblick von Spinnen immer befällt, unabhängig von Größe, Entfernung oder Art der Spinnenrückenbehaarung. Ich geriet also kurz vor einer längeren Ohnmacht in jenen katatonischen Schockzustand der Stocksteife und glitt anschließend ohne Murren und Knurren hinüber in jenen Schlaf, den die Götter wohl für die Spinnenparanoiker erdacht haben: Unruhig, albtraumhaft und geifernd mit Händen und Füßen um sich schlagend. Ich erwachte aufgrund des anfangs erwähnten Berührtseins, nämlich dasjenigewelche eines Spinnenbeins auf meiner Nasenspitze, ein Kitzeln, der Drang zu kratzen, wo Glaube an Rettung von außen ins Leere ruft: Zu Hilfe, eine Spinne will mich fressen! Es folgte meinerseits das dem Kratzen sehr ähnliche Schlagen mit der offenen Handfläche auf Nase, die Spinne, ich vermute eine von der Art der kleinen springenden, tat das ihrige und jumpte ansatzlos von Nase auf Stirne, hastete quer über meinen kahlen Kopf nach hinten und verschwand, flugs und von mir nicht gesehen, im Nirwana der Kissenberge meines ach so wunderbaren Bettgewühls. Ich atmete durch, erholte mich schneller als erwartet und gesundete ohne bleibende Schäden von diesem aufregenden Abenteuer. Tatsächlich ist mir diese Spinne nie wieder begegnet, dem Gott des mangelnden Schlafes sei gedankt dafür.

Plausch.

Godzilla und King Kong saßen im Vorzimmer zur Hölle und unterhielten sich über die Chancen, ihrem Geschick zu entkommen. Godzilla knabberte an zwei japanischen Atomwissenschaftlern. King Kong schlug mit dem Körper der weißen Frau vergebens nach ein paar Fliegen. Nach einer Weile meinte Godzilla, die Situation stelle ihn nicht zufrieden. Das läge auch an King Kongs Image.
Was für ein Image? King Kong runzelte die Stirn. Was war noch schnell ‚Image‘?
Alle halten dich für ein grobmotoriges, furchtverbreitendes Monster, nicht für den sensiblen, zurückhaltenden Kerl, den ich kenne.
King Kong kratzte mit den zerfransten Resten der weißen Frau seinen Rücken. So hatte noch nie jemand mit ihm gesprochen. Grobmotorisch, was sollte das denn heißen?

Irgendwann zwackte Godzilla einem der Wissenschaftler einen Fuß ab und spukte ihn wie die abgebissene Spitze einer Zigarre in Richtung Höllentor: Glaubst du, dass es da drinnen wärmer ist? Findest du es nicht auch irgendwie kalt hier? Und herzlos?
King Kong hüstelte verlegen. Er wusste es nicht. Er wusste ja nicht einmal, was die Hölle eigentlich war und warum er hier sitzen und warten musste. Nur, um etwas zu sagen, fragte er Godzilla: Kannst du vielleicht Ching-Chang-Chong?
Nee, wie wäre denn Stein-Schere-Papier?

Irgendwann schlief ihre Unterhaltung ein. Godzilla lehnte den Kopf nach hinten an die Wand und britzelte ab und an mit seinem Godzillaatem die übrig gebliebenen Fliegen tot. King Kong hatte Schluckauf. Er war irgendwie nervös.

Endlich öffnete sich das Tor zur Hölle: Kommt rein Kinder, zieht eure Kostüme aus, jetzt ist Bescherung. Ich hoffe, ihr habt eure Gedichte gelernt.
King Kong erinnerte sich ganz plötzlich wieder: Das war es, das war die Hölle. Wenn man an Heilig Abend sein Gedicht nicht kannte.

Im Nachmittagslicht.

Wenn am Anfang des Sommers das Hochhaus von gegenüber im trübgrauen Nachmittagslicht liegt, wünschte ich mir besseres Wetter. Danach kann dann gerne die Welt untergehen. Ich bin übrigens nicht dicker geworden über Winter und Frühling, nur die Luft um mich herum hat sich verändert, so dass meine T-Shirts dem allgemein erhöhten Luftdruck nachgaben und geschrumpft sind. Die T-Shirts von heute besitzen eben nicht mehr die von früher gewohnte Qualität. Mein Gehirn hat sich tatsächlicher Weise in osmotischer Selbstzufriedenheit mit dem des Dackels von nebenan verbunden. Er weiß jetzt mindestens das Doppelte von vorher, ich nur noch die Hälfte.

Ich atmete vor ein paar Nächten heftig ein und aus, weil ich vor Aufregung vergaß, äh, zu atmen. Ich hatte im Traum einen Löwen getötet. Es ist ja nicht so, dass ich grundsätzlich gerne Löwen töte, ich bin eigentlich dermaßen Anti-Löwen-Erlegungsdingenskirchen (und desselbigengleichen auch bei Elefanten und Nashörnern und so), aber der Löwe in meinem Traum wollte mich fressen (und vorher einen meiner Brüder), da bleibt einem, traummäßig gesehen, ja nicht viel übrig. Der Löwe lag mit den Tatzen (oder Tasten?) auf mir drauf, oder anders, ich wurde in eine Ecke eines Löwengehegegebäudes in Hagenbecks Tierpark gedrückt und der Löwe stand aufrecht vor mir mit den Tatzen auf meinen Schultern, Löwenmundgeruch im Gesicht, auf dem Kopf wehende Haarrestchen vom grausam wilden Löwenatem, und wir brüllten (ich brüllte, der Löwe brüllte, einer meiner Brüder brüllte, die anderen Brüder waren nicht da). Da nahm ich den zufällig in meiner Hand gehaltenen Holzpflock (es war ein Traum) und rammte ihn dem Löwen durch Hals, Maul und Mundgeruch ins Löwenhirn. Der Löwe starb lächelnd in meinen Armen. Zur Sicherheit brüllte ich noch ein bisschen weiter und schimpfte über die Situation an sich, die Umstände und unfähige Politiker (das lohnt sich immer).  Am Morgen nach diesem Traum stand ich lächelnd pfeifend und wohlgemut vor dem Badezimmerspiegel und betrachtete wertschätzend den Löwentöter.

Soviel zu diesem vermaledeiten Sommeranfangsnachmittagslicht und dem Hochhaus von gegenüber.

Wenn nichts mehr geht.

Wenn nichts mehr geht, wenn alles düster aussieht, der Vorletzte das Licht schon gelöscht hat und man selbst der Letzte ist, wenn die Aussichten trübe und die Hoffnung vergebens scheint, wenn einem alles irgendwie voll blöd vorkommt und niemand einen mag, dann sollte man an etwas Positives denken und sich zum Beispiel vorstellen, King Kong wäre nach seinem Sturz vom World Trade Center gar nicht gestorben, sondern läge im Koma auf einem riesigen Krankenhausbett in einer riesigen Großaffenkrankenhalle und wäre umringt von verschiedensten menschenkleinen Spezialisten, die versuchen ihn zu retten und dabei feststellen, dass sie viel zu wenig Affenblut haben, dass sogar die Summe des Blutes aller Affen der Erde nicht ausreichen würde, um dem koma- und herzgeplagten King Kong die entsprechend notwendige Menge Spenderblut zur Verfügung zu stellen, und insgeheim denken auch einige der weniger Zuversichtlichen schon ans aufgeben, dem Affen ist ja doch nicht mehr zu helfen, lasst ihn uns ausstopfen und ins Museum stellen, nein, da kommt von der tapferen Tierärztin Amy, die sogar vor einer schwierigen Herz-OP an King Kongs Megaherz nicht zurückschreckt, die Parole: King Kong darf nicht sterben! Und wo eine Parole, da auch ein Weg. Durch Zufall wird auf einer Nebeninsel von King Kongs Heimat die Riesenaffendame Lady Kong gefunden, gefangen und zur Blutspende in die Großaffenkrankenhalle gebracht. King Kong bekommt seine ca. drei Milliarden Liter Blut, befreit sich und Lady Kong aus den Klauen der Spezialisten und beide leben zusammen mit ihrer Tierärztin Amy zufrieden bis in alle Ewigkeit und starren sich satt an supercoolen Sonnenuntergängen in der Karibik. Genau das sollte man sich vorstellen, wenn’s einem mal nicht so gut geht.

Anmerkung 1:
Den Film „King Kong lebt“ gibt es tatsächlich. Er gilt als die offiziell schlechteste King Kong Verfilmung.

Anmerkung 2:
Der Vierte-Stock-Blog wird den Sommer über eine kreative Pause einlegen. Mir fällt im Moment nicht mehr so viel Blödsinn ein wie üblicherweise. Schreibblockade? Phft. Magen-Darm? Needoch. King Kong.

Bilderrausch

Ich eile durch die morgendliche Ödnis Altona-Nords in meinem Superman-Kostüm zur S-Bahn am Holstenplatz. Meine kurzborstigen Haare wehen im Wind. Sie sind zu einem Zopf geflochten.

Auf dem Weg treffe ich am Kiosk den betrunkenen Feuersalamander. Er zeichnet mit dem Schwanz ein Zorro-Zett in die Luft und rülpst dabei die mexikanische Nationalhymne. Rückwärts.

Eine einsam dahingleitende Waldame zieht an mir vorbei. Sie nennt sich Graceland, so wie die Villa von Michael Jackson. Sie kann auch so tanzen wie er. Aber nicht so singen. Sie trägt Jeansrock und dicke Beine mit grüner Strumpfhose.

Vor mir steht das zerzauste Schlachtross Wanda. Wanda ist am Hartz IV-Satz irre geworden. Ab Mitte des Monats läuft sie durchs Viertel und fordert anklagend milde Gaben. Wanda riecht nach Aufstand und einer undefinierbar dreckigen, nie gewaschenen Unterhose.

Im Mondschein kehre ich von der Arbeit zurück. Der arbeitslose Wolf springt mich an und droht mir mit Sozialneid. Ich wechsle mein Rotkäppchen-Kostüm gegen das des Elefanten und tröte ihm eins.

Im vierten Stock angekommen, höre ich Brian Wilsons Good Vibrations. Die Welt ist soweit in Ordnung.

Der Hase.

Als Jesus zum ersten Mal einen Hasen sah, dachte er für sich: Äh, warum hat der Hase denn so lange Ohren? Erstaunlich daran war, dass er ‚Äh‘ gedacht hatte und dass er wusste, dass dieses Tier mit den langen Ohren ein Hase war und, nur so als Beispiel, kein Günter. Sonst hätte er ja wohl zu sich gesagt: Äh, warum hat der Günter denn so lange Ohren? Wobei er natürlich festgestellt hätte, dass ich gar keine lange Ohren habe, oder Gisela?
Ja, Günter.
Jesus sah also diesen Hasen mit seinen langen Ohren und lief zu ihm hin und der Hase blieb sitzen, was Hasen sonst nicht tun, und Jesus zog vor Freude den Hasen an seinen Ohren und der Hase ließ das zu, was Hasen normalerweise auch nicht tun, und Jesus sagte: Hallo Langohr. Hörst du, Gisela?
Ja, Günter. Jesus sagte zum Hasen: Hörst du, Gisela?
Nee, Gisela, das hat er natürlich nicht gesagt. Woher sollte er dich denn kennen? Und du siehst doch auch gar nicht aus wie ein Hase. Obwohl, äh, zeig doch mal deine Zähne.
Günter!
Hallo Langohr, sagte Jesus also zu dem Hasen, und: Jetzt hoppel mal da übers Wasser. Und der Hase tat, was Jesus ihm gesagt hatte. Jesus fing an zu lachen und lief dem Hasen hinterher. Und das war dann dieser berühmte Moment, von dem immer alle reden.

Günter?
Ja, Gisela?
Ist Jesus echt übers Wasser gehoppelt?
Ach, was weiß ich. Jetzt kommt Quo Vadis im Fernsehen. Mal sehn, was da so alles passiert.

Dackelliebe

Die Dackelhündin Lydia schüttelte ihr Dackelhaar,
sie blinzelte nach rechts, nach links, und alles wegen diesem Dings.

Wie hieß er noch? Ach, Gottchen: Walter. War ein Pudel, im richtigen Alter.
Sein Herrchen, was machte es noch gleich? Ja klar, Internetstartup und ziemlich reich.

Spätabends mit Frauchen in die Singlebar, auch Walter war mit Herrchen da.
Der machte einen auf Krösus und Fett, Walter selbst war ziemlich nett.

Noch später dann, im Morgengrauen, müde, zerzaust, kaum Selbstvertrauen,
kam Lydia ein letzter Gedanke: Ich trau mich nicht und schwanke.

Das wird so nix mit Walter, der Pudel hat den falschen Halter.
Was soll das auch, dies rumgejuckel, herausgekommen wäre ein Puckel.

Oder ein Padel. Oder ein Packel. Oder ein Dadel. Oder so.

Das große Schubidu

Das große Schubidu begann an dem Tag, als es der Mücke gelang, dem Elefanten ins Ohr zu stechen, ganz hinten, da, wo er auf keinen Fall mit seinem Rüssel dem Jucken entgegen kratzen konnte. Der Elefant machte, so wie es seine Art war, seine Frau Gisela verantwortlich und trat ihr gegen ihr vorderes rechtes Schienbein. Gisela kippte um und stellte sich eine Woche tot oder imitierte einen elefantenmäßig todesähnlichen Zustand. Sie atmete flach, trank im Liegen Wasser aus einer Pfütze und ignorierte alle Aufforderungen, doch bitte endlich wieder aufzustehen. Gisela hatte, anders als andere Elefanten, glücklicherweise ein Gedächtnis, das nur genau eine Woche zurück reichte. Am Ende der Woche hatte sie vergessen, weswegen sie sich hingelegt hatte und erhob sich. Günter, ihr Elefantenmann, der mit dem Mückenstich im Ohr, stimmte augenblicklich das große Schubiduhuhu an. Um keine schlafenden Hunde (oder Elefanten) zu wecken, entschuldigte er sich allerdings nicht bei seiner Elefantenfrau, nicht dass ihr hinterher noch irgendetwas wieder einfiel. Das Ende des großen Schubiduhuhus war ein hinterbeiniger Stepptanz, den Günter in der staubigen Savanne auf ein gedachtes Parkett hinlegte, so als sei er der Gott des Stepptanzes. Im Hintergrund ging, riesenhaft rötlich und dem Anlass entsprechend, die Sonne unter. Alle Menschen, Tiere, Pflanzen und sonstige Geister der Savanne hielten für einen kurzen Moment inne, starrten auf den stepptanzenden Elefanten und kratzen sich, soweit sie einen hatten, am Hinterkopf. Das taten sie solange, bis jemand mit der Hand abwinkte und sagte: Ach, das ist ja das große Schubiduhuhu. Das hab ich aber auch wirklich lange nicht mehr gesehen. Wie schön.

Seit dieser Zeit hat das große Schubidu niemand mehr gesehen. Das mag daran liegen, dass keiner richtig hinguckt oder einem beim genaueren Hingucken Zweifel kommen, ob das, was er da sieht, auch wahr ist. Günter jedenfalls hat seiner Frau nie wieder gegen das Schienbein getreten. Er steppt jetzt lieber.